Mittwoch, 30. März 2016

Rockliebe. // schneidernmeistern

Üblich ist ja, dass man Gäste den anderen Gästen auch vorstellt. Ich werde darauf verzichten und sie lieber am Ende der Party gebührend verabschieden... 



Über die Einladung zur Rockliebe habe ich mich sehr gefreut. Zum einen, weil ich Röcke liebe und der Meinung bin, dass sie ein kleines Schattendasein führen, zum anderen ist mein Blog nach wie vor in der Umzugspause, ein Ende noch nicht in greifbarer Ferne und so habe ich Gelegenheit mal wieder etwas zu schreiben.
rockt!


Das habe ich mir irgendwann im letzten Jahr auf die Fahnen geschrieben und verfolge mein Ziel, wenn auch nur mit mäßigem Erfolg.

Genäht wird viel, auch Röcke, aber die sind meistens aus Jersey, ratzfatz genäht, super bequem, wie auch mein Joggingrock Etta - Kleider hingegen werden unglaublich viele genäht.


Fragt man aber nach dem Rock an sich, aus Webware, gefüttert mit Reißverschluss kommt ganz oft ein "ach, ich bin nicht so der Rocktyp."
 
Hmmm!?
Was ist denn ein Rocktyp?
Jemand der keine Hosen mag?
Waren in den 20er, 30er, 40er Jahren ALLE Frauen Rocktypen?
Und wenn es DEN Rocktyp gibt, welchen Rock trägt sie dann!?
Schmal, ausgestellt, mit Falten oder Passe, lang kurz, midi!? Brauche ich schöne Knie, oder zeige ich die gar nicht? Im Winter mit Strumpfhose, im Sommer ohne... Oder umgekehrt?

Und warum unterscheidet sich ein Kleid von einem Rock? Oder geht es gar nicht so sehr um den Rock an sich, sondern um die angeblich unbequeme, weil nicht dehnbare Webware, das Nähen von Abnähern, Reißverschlüssen, Bünden und Belegen...  ganz zu schweigen vom Futter!?

Der Stoff, der nichts verzeiht? Der Schnitt der exakt passen "muss" und bei dem sich nichts "vertanzt"...!?
Ich muss gestehen, dass der Rock aus dem letzten Jahr auch nicht zu meinen meistgetragenen Kleidungsstücken gehört.

Obwohl er sehr gut passt, wunderbar bequem ist und sportlich und schick zugleich sein kann...




Ich greife auch schneller zum Kleid, nichts kneift in der Taille und die lästige Frage "was trage ich 'obenrum'?" entfällt...
Durch die Else habe ich für jede Stimmung und Gelegenheit ein Kleid im Schrank.
Auch bei mir sind Röcke Stiefkinder...
Aber ich gebe nicht auf!

Beim Nähcamp in Berlin vor knapp 2 Wochen habe ich einen RockWorkshop gegeben. Wir haben anhand von den eigenen Maßen einen individuellen Rockschnitt erstellt, inkl. den jeweiligen Figurabänderungen.

Ich habe rauchende Köpfe (inkl. meinem) aber auch glückliche Teilnehmerinnen hinterlassen, die viel gelernt haben und sich mit ihrem individuellen Schnitt auf die kommende Rocksaison freuen.
 


Liebe Anika, ich danke dir, dass du mich eingladen hast, bei deiner Blogparty dabei zu sein.
Die Einladung kam recht kurzfristig und so habe ich "leider" auf alte Beiträge zurückgreifen müssen, aber es war gleichzeitig eine schöne Möglichkeit  eines meiner liebsten Themen aufs Neue zu beleuchten.
Die Rockliebe





Ich verlinke hier gerne auch noch mal meinen kostenlosen Rockgrundschnitt inkl. Anleitung zu einfachen Figurabänderungen. Anhand diesem eBook könnt ihr leicht euren eigenen Rockschnitt erstellen:

https://www.dropbox.com/s/z73anmdb6j4zk7l/EBook%20rockt%21%20neu.pdf?dl=0




Wenn das mal nicht der perfekte Start für eure eigene "Rockliebe" ist...!?
Der kommende Frühling rockt! Macht euch hübsch.

Kommentare:

  1. Eine tolle Einführung in das Thema! Ich freue mich auf die nächsten rockigen Beiträge!
    Lg Maarika

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  2. Wunderbar und immer wieder aktuell. Vielen Dank!
    LG Petra

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  3. Ach Monika, du bist toll. Aber das weißt du ja. So schön mal wieder von dir zu lesen. Wer weiß vielleicht verschlägt es dich ja auch bald mal wieder nach M?

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  4. Toller Einstieg in die Rockliebe!
    Ich nähe mir auch gerade einen Rock, obwohl ich eigentlich viel lieber Kleider trage. Mal gucken, ob er ein richtiges Lieblingsstück wird.
    Liebe Grüße, Jana

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