Sonntag, 6. September 2015

Gelesen // Gerd Presler: Martin Luther King


Auf den letzten Drücker möchte ich euch meine Biographie für "nachspüren" im Augustes vorstellen. Von Martin Luther King kannte ich bis jetzt nur das Offensichtlichste und Teile seiner berühmten "I have a dream"-Rede.
Jetzt habe ich einen Mann kennengelernt, der schon in einem Elternhaus aufgewachsen ist, das von Widerstand gegen die Rassendiskriminierung geprägt war. In so einer Athmosphäre aufgewachsen, war es natürlich kein großer Schritt sein Leben auch diesem Thema zu widmen. Zumal er als Junge auch sehr oft erlebt hat, wie Schwarze in den USA diskriminiert wurden. (Seine Mutter hieß übrigens Alberta- nett, oder? :) )
Wie sein Vater studierte Martin Luther King jr. auch Theologie und wurde Pastor. Inspiriert wurde Martin Luther Kind während seines Studiums auch durch Karl Jaspers und Martin Heidegger und deren Philosophien- zwei Männer die auch im Leben von Hannah Ahrendt eine große Rolle spielten. Sein großes Vorbild wurde Mahatma Gandhi und dessen gewaltloser Widerstand. Gewaltlosen Widerstand wurde zum großen Thema und Ziel im Leben von Martin Luther King. Dies war seine Waffe- scheinbar die stärkste Waffe, die er wählen konnte. Busboykott, der Gang freiwillig ins Gefängnis- damit stoch Martin Luther King und seine Mitstreiter mitten in die Gesellschaft und in die "Neger-Hasser" hinein.
Unvorstellbar, wie Menschen mit dunkler Hautfarbe vor 50 Jahren in den USA behandelt, diskriminiert wurden. Wieviel Gewalt ihnen angetan wurde- an Körper und Seele.
Martin Luther King beeindruckt mich, weil er den Weg der Gewaltlosigkeit wählte und damit die Spirale von Gewalt und Gegengewalt unterbrach. Er beeindruckt mich, mit welcher Charismatik, Demut und Leidenschaft er seine Mitstreiter führte und immer an die Gewaltlosigkeit erinnerte. Auch nach vier nicht erfolgreichen Attentaten auf ihn gab er nicht auf, weil er diesen einen Traum hatte und weil er die Welt und seine Welt verändern wollte und mitgestalten wollte. Weil er nicht resignierte, sondern kämpfte gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt.

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