Mittwoch, 25. Februar 2015

Gelesen // Mahatmi Gandhi: Mein Leben

Puh, das Lesen hatte ich mir einfacher vorgestellt. Aber für "nachspüren im Februar" hatte ich mir ja diese Biographie vorgenommen.

Ich wollte die Biographie von Mahatma Gandhi lesen, weil er irgendwie so omnipräsent auf sämtlichen (Sprüche-)Kalender, Postkarten ist. Kaum eine Zitat- Sammlung wird ohne eines seiner .
Zitate sein, denke ich. Und trotzdem wusste ich bis jetzt nichts über diesen Mann. Über den Mann, der laut Hermann Hesse "mehr war, als sämtliche amerikanische Präsidenten des Jahrhunderts, samt allen Vertretern und Schöpfern des Kommunismus von Marx bis Stalin....". Eben jener Hermann Hesse schreibt auch ein Vorwort in "Mein Leben". Gandhi wächst in Indien im Hinduismus auf. Eine Religion, von der ich kaum außer dem Kastensystem etwas weiß. Und das macht auch gerade am Anfang das Lesen schwer, denn viele (hinduistischen) Begriffe kenne ich nicht. Am Anfang habe ich diese noch  hinten in den Erklärungen nachgelesen, doch das war mir irgendwann zu mühsam und dann habe ich einfach drüberhinweggelesen.
Er hat seine Kindheit beschrieben und in mir entwickelte sich das Bild eines kleinen Schwächlings ohne Selbstbewusstsein, aber auch eines ganz normalen Jungens, der keineswegs so "heilig" vom Himmel gefallen ist. Mit 13 Jahren heiratet er/ wird er verheiratet und bekommt bald darauf auch seinen ersten Sohn. Er geht weiterhin zur Schule und geht dann für ein Jura-Studium nach England- gegen den Willen seiner Kasten- Mitglieder. Amüsant war es wie er beschreibt, wie schwierig es war am Anfang in England als Vegetarier zu leben.
Schon früh entwickelte Gandhi für sich ein Wahrheitsgelübde und dieses zog sich durch sein Leben.
Nach Beendigung seines Studiums kehrt er nach Indien zurück und arbeitet da als Rechtsanwalt. In dieser Funktion bekommt er einen Auftrag in Südafrik. Dort angekommen erfährt er relativ zügig die Rassendiskrimminierung, weil er ein "Farbiger" ist. Das macht ihn so wütend, dass er kaum in Südafrikan angekommen, sich altiv für die Rechte der indischen Minderheit in Südafrika einsetzt. Und so nimmt sein Leben als Widerstandskämpfer seinen Lauf.
Auch nach vielen Jahren in Südafrika und seiner Rückkehr nach Indien bleibt das sein Thema und so kämpft er auch in Indien für die Befreiung von der britischen Kolonialherrschaft. 
Das Buch entdet 24 Jahre vor seinem Tod und ich muss unbedingt noch mehr über die Zeit bis zu seinem Tod erfahren.
Mahatma Gandhi ist eine inspiriernde Persönlichkeit. Es zeigt, wie aus einem kleinem, schüchternen Jungen ein Weltveränderer werden kann- weil er sein Herz von Ungerechtigkeiten anrühren ließ und dagegen kämpfte und weil er ganz authentisch und konsequent seine Werte lebte- auch wenn diese mit Einschränkungen seinerseits und auch für seine Mitmenschen verbunden waren. Das Lesen hat mir wieder gzeigt, dass ich meine kleine Welt verändern kann- wenn ich Platz in meinem Herzen mache und mich davon treiben lasse.

Habt ihr auch eine Biographie im Februar gelesen? Dann verlinkt euch noch hier und macht bei meinem Biographie- Projekt mit.

1 Kommentar:

  1. witzig, dass da so viele hinduistische begriffe drin sind. für mich als yogalehrerin kein problem, aber für außenstehende vermutlich anstrengend. es gibt auch eine sehr gute verfilmung von dem weiteren leben. heißt oh wunder "gandhi". schau dir den mal an, ist schon ein bisschen älter aber gut.
    liebe grüße,
    jule*

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