Dienstag, 17. Juni 2014

Mein Kleiderschrank und ich // Mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Tessa von Königkind hatte eine kleine Reihe ins Leben gerufen: Mein Kleiderschrank und ich. Ich habe diese mit großem Interesse verfolgt, konnte aber aufgrund verschiedener Dinge nicht mitmachen. Aber ich wurde angepiekst und so habe ich viel über meinen Kleiderschrank, mein Näh- und Kaufverhalten nachgedacht.
Sindy hat auch viel über ihren Kleiderschrank nachgedacht, tut das immer noch und ist ebenso wie Tessa meine Inspirationsquelle in dieser Hinsicht.
Die Modeflüsterin hat mir bei meinen Überlegungen sehr geholfen. Und so habe ich nachgedacht über meine Proportionen, meine Farbwahl und die Zusammenstellung meines Kleiderschranks. Für mich ist das ein wichtiges Thema, denn Nachhaltigkeit zu leben ist sehr sehr wichtig für mich. Und dazu gehört eben auch die Vermeidung von Fehl- und Frustkäufen. Gerade in meiner Näh-Anfangszeit habe ich mir Klamotten genäht, die mir gar nicht richtig passen und die ich so nie mehr nähen würde. Da war der Näh- Enthusiasmus einfach viel zu groß. Enstanden sind Schrankleichen.
Bis jetzt habe ich mir nur mal die Sommer-T-Shirts vorgenommen.
Das ist mein T-Shirt-Stapel- bunt, ohne Konzept und jede Menge Schrankhüter.
Um den T-Shirt-Kauf/ das T-Shirt-Nähen nachhaltiger zu machen, gibt es nun folgenden Plan.

1. Der Ausschnitt
Ich habe mir die T-Shirts herausgesucht, die mir vom Ausschnitt her sehr sehr gut gefallen und in denen ich mich wohlfühle. 
Und deutlich wird, ich mag Kräuselung am Ausschnitt- Shelly ist da eine gute Wahl. Und ich mag einen Einsatz, der aber in der selben Farbe ist und trotzdem zu einem guten Fall beiträgt. 
Die Überlegung ist jetzt, ob Bessy von allerlieblichst etwas für mich wäre. Was denkt ihr?
Darauf will ich also demnächst noch mehr achten beim Kauf- Rundhals mit Kräuselung o.ä.

2. Die Farben
Es gibt die bekannten Farbtypen. Ich denke ja, dass man intuitiv schon in den meisten Fällen zu seinen richtigen Farben greift und trotzdem habe ich mich noch ein wenig mit den Farbtypen beschäftigt.
Ohne professionelle Farbberatung habe ich mich bei einem Herbst-Winter- Mischtyp eingeordnet. Ich mag braun und dunkelblau sehr an mir. Ich mag aber auch schwarz und ein naturweiß an mir. Und meine absolute Lieblingsklamottenfarbe ist alles in Petrol und damit verwandten Tönen.
Die Modeflüsterin hat eine Garderobe mit Basis- und Akzentfarben empfohlen. Ich möchte am Oberkörper eher dunkle/ unauffällige Farben tragen (um das eine oder andere ein wenig zu kaschieren bzw. da nicht die Aufmerksamkeit hinzulenken). Von daher wird es einen T-Shirt-Stapel geben mit den Basisfarben braun-dunkel(marine)blau- schwarz- naturweiß. Bei den Akzentfarben wird auf jeden Fall Petrol dabei sein. Bei den anderen zwei Akzentfarben bin ich mir noch unsicher. Ich liebäugle mit einem schönen Rot und ???

3. Schnitte
Dank der Modeflüsterin weiß ich, dass ich meine Taille besonders betonen kann und darf. Das ist meine schmalste Stelle und die darf man und frau sehen. Darauf achte ich jetzt immer. Wird meine Taille betont oder verschwindet sie unter dem Stoff. Wenn sie verschwindet, wird das T-Shirt/ das Oberteil wieder ausgezogen.

Ich merke jetzt, dass ich mir bewusster Schnitte und Stoffe anschaue. Ich schaue bei Probenäherinnen genau hin, ob das genähte Schätzchen etwas für mich sein könnte oder eben nicht. Das verhindert sinnloses Schnitt- bzw. eBook-Kaufen und verhindert auch Stofffehlkäufe. Und am Ende bin ich zufriedener.
Das bedeutet auch, dass ich mich von einigen tollen Schnitten verabschieden muss. Mamina finde ich so toll (und habe auch schon welche genäht)- aber leider unvorteilhaft für mich. (Oder ich hab die optimale Anpassungs.Idee...). LadyCarolyn finde ich total toll- zieht aber den Blick dahin, wo ich nicht will, dass er da hingezogen wird ;)
Aber ich erhoffe mir, dass ich dann aber auch zufriedener vor meinem Kleiderschrank stehe und das "Ich hab nichts zum Anziehen"-Dilemma weniger auftritt, wenn da nur Schätzchen drinliegen in denen ich mich wohlfühle. Und es ist ein weiterer kleiner Schritt für mehr Nachhaltigkeit in meinem Kaufverhalten und Leben. (Ich werde wohl öfter in den sauren Apfel beißen müssen und mehr für ein qualitativ gutes Wohl-Shirt ausgeben müssen als mir lieb ist...).
Ich werde berichten...

Mit Farbe und Stoffen ausgetobt wird sich dann weiter unten.
Nämlich bei Röcken und Leggings und Schuhen oder fast ganz oben bei Loops und Ohrringen.
So wird das Ziel verfolgt- ablenken vom Oberkörper.
Der Rockstapel ist schon auf einem guten Weg ;)
Habt ihr noch Schnitt- oder Farbideen?
Wie füllt ihr euren Kleiderschrank? Und kennt ihr auch so Näh-(Anfangs-)werke wo der Nähenthusiasmus einfach sehr groß war?
Ich freu mich auf eure Kommentare dazu.
die Frau Alberta

Kommentare:

  1. Hast du deinen oder meinen Kleiderschrank ausgemistet? :-)

    Bei mir sind es die gleichen Themen und ich werde ähnlich vorgehen wie du. Farblich sind wir auch auf einer Wellenlänge, allerdings fehlen bei mir noch die Röcke und dazu passende Shirts und Leggings.

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  2. Liebe Annika,

    ich fand deinen Artikel sehr interessant zu lesen. Vielleicht sollte ich meinen Kleiderschrank auch mal nach diesen Gesichtspunkten ausmisten und vor allem sortieren :-) Vielen Dank für diesen Denkanstoß.

    Ganz besonders gefällt mir dabei dein Gedanke der Nachhaltigkeit. Das finde ich auch total wichtig und ich bin überhaupt nicht der Typ, der sich viele Klamotten kauft. Stattdessen müssen die Sachen, die ich kaufe mir wirklich sehr gut gefallen, alltagstauglich sein und werden (normalerweise) lange getragen. Bei meinen selbstgenähten Sachen fällt mir das bislang noch schwer - meistens stelle ich mir das gute Stück etwas anders vor als es dann am Ende aussieht. Aber Übung macht den Meister und ich werde definitiv bewusster auf Farben, Muster und Schnitte achten, wenn ich das nächste Nähprojekt angehe :-)

    LG,
    Kerstin

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  3. Uh ja, die Nähfreude, die dann oftmals ins Gegenteil umschlagen kann. Ich habe auch eben erst meinen Kleiderschrank ausgemistet und auch sehr sehr viele selbst gemachte Sachen rausgenommen, in denen ich mich einfach nicht wohlgefühlt habe. Neues auszuprobieren ist ja oft sehr sinnvoll, aber immer nur Neues auszuprobieren, weil es was neues ist, halt auch nicht. Das versuche ich gerade meiner Mutter zu erklären, die immer jammert, sie hätte nichts anzuziehen, was zusammen passt....
    Ich hab mich als Herbsttyp klassifiziert. Die Basics sind alle schwarz, ganz wenige braun. Wenn ich also unsicher bin, ob die farbigen Teile im Schrank auch zusammen passen (bin grade am ausprobieren und finde den Prozess dieses Lernens sehr spannend), habe ich immer mit schwarz kombiniert.
    Und ich habe einen sehr bunten Kleiderschrank, nur passen die meisten Farben halt zusammen, da ich alles Blaue (bis auf ein Kleid) eliminiert habe.

    Liebe Grüße, Daniela

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